Vier typische Ursachen
Zertifikat abgelaufen
Kostenlose Zertifikate, etwa von Let’s Encrypt, gelten 90 Tage und werden normalerweise automatisch verlängert. Nach einem Umzug oder geänderten DNS-Einträgen kann die Verlängerung scheitern – dann erscheint die Warnung von einem Tag auf den anderen.
Zertifikat passt nicht zur Adresse
Ist das Zertifikat nur für www.beispiel.de ausgestellt, warnt der Browser bei beispiel.de – oder umgekehrt. Beide Varianten müssen abgedeckt sein.
Gemischte Inhalte
Die Seite selbst ist verschlüsselt, lädt aber einzelne Bilder oder Skripte über http://. Dann fehlt das Schloss. Die Entwicklerkonsole des Browsers zeigt die betroffenen Dateien; in WordPress hilft ein Suchen-und-Ersetzen in der Datenbank.
Keine Weiterleitung auf HTTPS
Ruft jemand die alte http://-Adresse auf, sollte der Server dauerhaft (301) auf die verschlüsselte Fassung umleiten.
Reparieren in fünf Schritten
- Im Kundenbereich des Hosters prüfen, ob ein Zertifikat aktiv ist und bis wann es gilt.
- Zertifikat für alle Adressvarianten ausstellen lassen – mit und ohne www.
- Eine 301-Weiterleitung von http auf https und auf die Hauptvariante einrichten.
- Gemischte Inhalte beseitigen und den Cache leeren.
- Mit SSL Labs und dem Mozilla Observatory nachmessen.
Der nächste Schritt: Sicherheits-Header
Wenn HTTPS stabil läuft, lohnt sich HSTS: Der Browser ruft die Seite dann nur noch verschlüsselt auf. Aber Vorsicht – HSTS lässt sich nicht kurzfristig zurücknehmen, deshalb erst setzen, wenn alles funktioniert. Weitere Sicherheits-Header wie die Content-Security-Policy schützen zusätzlich. Genau diese Punkte bewertet der WEBSTAR Award im Bereich Security.
Hilfe gewünscht? MXM DESIGN betreut WordPress-Websites mit Updates, Sicherungen und Funktionstests – siehe Wartungsplan. Bei akuten Problemen hilft das Team über das Kontaktformular von MXM DESIGN oder telefonisch unter +49 3385 53 78-0.
